Neubau Passivhaus-Dreifachsporthalle, Altötting

Fertigstellung 2009

Der Neubau der Dreifachsporthalle passt sich volumetrisch in die Höhenentwicklung des umliegenden Bestandes mit der benachbarten Schule ein, indem die Sportebene um ca. 3,40 m gegenüber dem natürlichen Gelände abgesenkt ist. Zusätzlich ist das Gebäude in drei Teile mit jeweils eigenständigen Dächern untergliedert: Halle,  Betriebsräume und Gymnastikraum mit der zusätzlich durch ein großzügiges Vordach betonten Eingangshalle. Für den Vereinssport sind Zuschauertribünen für ca. 420 Personen vorgesehen, davon 140 Plätze als mobile Tribünenteile.

Sporthalle und Gymnastikraum sind mit einer hinterlüfteten Fassade aus Faserzementplatten vom Betriebsgebäude abgesetzt, welches wiederum ein verputztes Wärmedämmverbundsystem trägt.

Die Halle ist im Passivhaus-Standard geplant: neben wärmebrückenarmen Konstruktionen mit insgesamt möglichst niedrigen U-Werten durch entsprechende Dämmstoffdicken erfolgt die Beheizung ausschließlich über Lüftung mit Wärmerückgewinnung von ca. 90%. Die notwendige zusätzliche Heizenergie wird aus einem Nahwärmesystem entnommen.
Die Belüftung der Halle erfolgt über eine sichtbar installierte Lüftungsführung über den Sitztribünen im Erdgeschoss. Der Abzug erfolgt über die Geräteräume bzw. in der Eingangsebene im Flurbereich der Sitztribünen. Die Lüftung wird flexibel gemäß der Hallenbelegung zeitgesteuert und rein mechanisch durchgeführt. Außerhalb der Heizperiode ist über Querlüftung eine Nachtauskühlung der Halle möglich. Hierfür werden die auch für die Entrauchung vorgesehenen Fensteröffnungen verwendet.
Die Beleuchtung wird tageslichtabhängig gesteuert, um optimale Lichtverhältnisse zu schaffen und gleichzeitig auch beim Kunstlicht eine größtmögliche Stromeinsparung zu erzielen.